13.08.03 Nach einem wohl typischen und leckerem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Etappenziel soll heute das Rif. Graffer in der Brenta-Gruppe sein. Diese westlichen Dolomiten sind sehr vielseitig und bei Bergsteigern sehr beliebt. Doch vorher müssem wir noch so eine Art “Überführungsetappe” durch ein eigentlich eher hügeliges Hochplateau hinter uns bringen. Es geht über das Hofmahdjoch (1805m) am Talende des Val Marano und einige andere Almen. So richtig gut kommen wir nicht weiter - irgendwann sind wir dann aber auf der Abfahrt nach Revo. Es wird mediterran... Der Lago di S. Giustina ist schon ziemlich Garda-like. Über Cles erreichen wir Tuenno (645m) - ab hier geht es auf einer eher schmalen Asphaltstraße durch das Val di Tovel hoch zum Lago di Tovel (1177m). Es ist eine landschaftlich sehr schöne Auffahrt in einer Art Talkessel. Hier bekommt man Abkühlung nur durch den Fahrtwind, und der ist bei den progressiven Steigungen fast gleich Null. Bei Temperaturen um die 40° erreichen wir den Tovel-See, und oben hinter dem Passo Groste scheint ein Gewitter zu hängen. Auf halbem Weg liegen aber Notfalls noch zwei Schutzhütten. Die Schottersteigungen haben es in sich - zum Glück wird es jetzt alle 100 Höhenmeter wirklich deutlich kühler. An der Mga. Flavona beobachten wir die dunklen Wolken über dem Pass. Regentropfen fallen, und es grummelt entfernt. Allerdings doch sehr entfernt. Von Regen kann man noch nicht sprechen - also weiter. Die letzten 600 Höhenmeter durch das einsame Felsenmeer ziehen sich. Aber die Stimmung in der Abendsonne ist faszinierend ! Kurz vor Sonnen- untergang erreichen wir das Rif. Graffer. Die Küche macht extra noch für uns ein leckeres Abendessen - und schon ist es 22h. Hüttenruhe.
Über das “Hofmahdjoch” in`s “Val di Non”
“Dolomiti di Brenta”
Über dem Adamello geht die Sonne unter - im Vordergrund das Rif. Graffer